Medizin
Die Medizin wird ebenso wie die Öle für die Behandlungen in der Lotus-Villa selbst hergestellt, was wir Ihnen auch bei einer Führung gerne und stolz zeigen. Sie werden selbst feststellen, dass die Herstellung (übrigens eines der Fachgebiete unserer Chefaerztin Dr. R. Waidyawansa) eine recht aufwendige Sache ist , die ein sehr erfahrenes Team erfordert, das nicht nur aus Ärzten und Pharmazeuten besteht, sondern auch aus besonders verantwortungsbewussten Mitarbeitern.
Ayurveda-Arzt Dr. Susratha 5.Jhd. v. Chr.
"Eine Disharmonie der Körperelemente wird Krankheit genannt, ihre Harmonie heisst Gesundheit. Für unser Wohlbefinden ist das Fehlen einer Krankheit charakteristisch. Krankheit ist immer mit Schmerzen - physisch oder psychisch - verbunden." | Wenn Sie während Ihres Aufenthaltes bei uns westliche Medizin einnehmen, teilen Sie das bitte unbedingt mit, da die gleichzeitige Einnahme von ayurvedischer und westlicher Medizin ohne ärztliche Kontrolle zu schweren gesundheitlichen Schäden  führen kann.
Beim Kräuterbad, der ayurvedischen Sauna und beim Kräuterdampfbad bekommen Manche ein kleines Glas Kräutersaft, welcher den Blutdruck steigert, das Schwitzen fördert und auch der Ausscheidung über die Haut dient. Er enthält zumeist auch geringe Spuren von Alkohol (ca. 2%). Teilen Sie es bitte den Ärzten mit, wenn die Medizin völlig ohne Alkohol sein soll, weil dann eine gesonderte Zubereitung der Medizin erfolgen muss.
Es kann am Anfang der Behandlungen zu Haut-Irritationen wie Rötungen oder ähnlichem kommen. Das kann zwei Ursachen haben: in einem Fall ist es eine Reaktion auf den Reinigungsprozess, im anderen Fall kann es eine allergische Reaktion sein. Sie sollten es den Ärzten zeigen, die Ihnen sagen werden, welche Ursache es bei Ihnen ist. Bitte bedenken Sie, dass die meisten Öle und die Medizin aus 40 bis über 100 Ingredienzien bestehen und der Körper nicht auf alle gleich reagiert.
 

Gedanken zum Verhältnis Patient-Arzt
Milliardär Jean Paul Getty
Wenn man jemandem vertrauen kann, er-übrigt sich ein Vertrag, kann man ihm nicht vertrauen, erübrigt sich ein Vertrag erst recht |
Arztbesuche verlaufen bei einem Ayurveda-Arzt meist völlig anders ab als bei einem westlichen Arzt. Wenn man in Sri Lanka zu einem Ayurveda-Arzt geht, läuft das zumeist folgendermassen ab: zur Begrüssung lächeln beide höflich und der Patient nimmt Platz. Die Türe bleibt zumeist offen, sodass jeder (auch unfreiwillig) zuhören kann. Dann beginnt der Arzt mit der (Puls-)Diagnose und fragt höchstens nach dem Namen des Patienten, um das Rezept ausstellen zu können. Dieses besteht zumeist aus einer langen Liste von Kräutern, Wurzeln und Blättern, die sich der Patient selbst beschafft. Dann bekommt er nur noch die Information, wie alles zubereitet werden soll (z.B. "alles 45 min kochen und den Sud warm trinken). Dann verabschiedet man sich wieder mit einem Lächeln. Gesprochen wurde praktisch nichts und trotzdem sind alle zufrieden.
Die Ursache dieser, für den westlichen Menschen "lautlosen Konsultation", liegt vor allem darin, dass die Erstellung der Diagnose völlig anders abläuft als bei einem westlichen Arzt. Ein "durchschnittlicher" Ayurveda-Arzt kennt bis zu 10 verschiedene Diagnosearten (Puls / Iris / Nägel / Haut / Zunge / Ganzkörper usw). Er diagnostiziert und "sieht" daher seine Patienten völlig anders als ein westlicher Arzt, der oft "nur" über Fragen und die erhaltenen Antworten zu seinem Ergebnis kommt. Details erhält er über Testergebnisse oder von Fachspezalisten. Deshalb stellen Ayurveda-Ärzte oft ganz andere, "eigenartige" Fragen. Sie wollen z.B. bis ins Detail über die Verdauung (Stuhl/ Urin / Farbe / Beschaffenheit) Bescheid wissen und stellen die Fragen manchmal sogar täglich mehrmals. Oder sie fragen Sie bis ins Kleinste über Ihre Familienverhältnisse aus, wobei mache dieser Fragen einem "Westler" sogar peinlich erscheinen können (wenn noch dazu jemand mithört!).
Diese völlig andere Diagnostizierung durch den Ayurveda-Arzt führt dann manchmal zu Ergebnissen, die für einen westlichen Menschen eher überraschend sind. Ein Beispiel: wenn der westliche Arzt mit Tests und Beratungen mit Kollegen zu dem Ergebnis kommt, dass bei der Leber etwas nicht in Ordnung ist, kommt möglicherweise ein Ayurveda-Arzt rascher dahinter, weil er mit Iris- und Nagel-Diagnose das gleiche Ergebnis in kürzerer Zeit "herausbekommt". Trotzdem legt unsere Chefärztin Wert auf die Feststellung, dass weder sie noch die anderen Ayurveda-Ärzte als "Wunderheiler" oder gar "Handaufleger" gesehen werden sollen, wenn sie besonders rasch ein gutes Diagnose-Ergebnis erzielt haben.
Nun noch ein abschliessender Gedanke: kein Patient sollte mit dem Arzt ein "Spielchen" spielen (weder in Sri Lanka noch anderswo), indem er ihn "testen" will, ob er auf eine Krankheit von alleine draufkommt oder ob man ihm helfen muss, genauso wie es nicht sinnvoll ist, einen Kampf austragen zu wollen, wer die bessere Diagnose erstellen kann. Auch hier führt Teamarbeit immer zu den grössten Erfolgen.
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