SAMMLUNG DER AYURVEDA-GEDANKEN DER WOCHE
Was und wieviel wir essen, wie wir unsere Nahrung zubereiten, wieviel Zeit wir uns zum Essen nehmen und in welcher geistigen Verfassung wir während des Essens sind - all dies entscheidet darüber, ob wir uns richtig oder falsch, gut oder schlecht ernähren. Im Ayurveda kommt der Ernährung die Bedeutung eines natürlichen Medikamentes zu. Heilmittel werden erst dann verordnet, wenn die richtige Ernährung allein nicht mehr heilsam wirkt.
Ein Mensch, der sich nach Wohlbefinden sehnt, sollte sich dem Drang entgegenstellen, Übles zu tun in Gedanken Worten und Taten. Gier, Gram, Furcht, Ärger, Eitelkeit, Schamlosigkeit, übermässiges Anhaften hält der Weise von sich fern. Ein kluger Mensch schwelgt nicht in übermässiger Betätigung wie lautem Gelächter, Gerede, Geschlechtsverkehr und nächtlichem Wachbleiben, selbst wenn er daran gewöhnt ist.
Denken Sie daran, dass die Freude an einer köstlichen Speise möglichst auch in der Weihnachtszeit nicht übertrieben werden soll, indem man zu viel davon isst. Das führt nur zu Schmerzen (Magenbeschwerden, Leberproblemen, Fettleibigkeit).
Hunger ist ein Phänomen, das zunimmt, wenn man viel isst und abnimmt, wenn man wenig isst.
Der "westliche" Arzt behandelt eine Störung der Gesundheit unter dem Gesichtspunkt der Zerstörung von "Bakterien" oder "Viren" und kümmert sich weniger um Ernährung und Lebensgewohnheiten. Der Patient sieht das Thermometer als Grundlage seiner Gesundheit und legt keinen grossen Wert auf besondere Ernährung, wenn seine Körpertemperatur normal ist. So fährt er fort, sich falsch zu ernähren und leistet damit der Entstehung einer neuen Krankheit Vorschub.
(von Dr. Waidyawansa - Chefärztin der Lotus-Villa)
Ayurveda - also die Heilung von Krankheiten durch Medizin aus der Natur - hat es auf der ganzen Welt schon immer gegeben. Auch in Europa haben Mönche ihre eigenen Kräutergärten gepflegt und Medizin hergestellt. Derzeit ist Ayurveda in der westlichen Welt zumeist nur wegen der "Wellness"-Behandlungen bekannt. Die medizinischen Erfolge dieser asiatischen Heilmethode AYURVEDA werden noch nicht genug beachtet. Akupunktur oder TCM sind in der Zwischenzeit auch im Westen bekannt. Da Ayurveda ALLES auf die einzelne Person abstimmt, sind Behandlungen oft aufwendig und erfordern ein gut eingespieltes Team, wie es mir z.B. in der Lotus-Villa zur Verfügung steht.
(von Dr. Waidyawansa - Chefärztin der Lotus-Villa)
Viele Krankheits-Erreger werden immer resistenter gegen Antibotika. Wenn nun also die Erreger resistent gegen Medikamente werden, warum kann dann nicht auch der Mensch resistent gegen Krankheiten werden?
Ayurveda baut daher nicht auf die Anwendung von Medikamenten gegen Bakterien auf, sondern auf eine Stärkung der Widerstandskraft und der Gesundheit, damit der Patient mit einer Infektion fertig wird.
Aus dem Ayurveda-Buch von Dr. Vinod Verma:
Im Ayurveda werden die Menschen nicht gleich behandelt, es wird auch nicht angenommen, dass ein jeder seine Gesundheit dadurch erhalten kann, dass er die gleiche Lebensweise befolgt, das gleiche isst, sich an dieselben Regeln hält und die gleiche Medizin einnimmt. Alle Menschen haben ungeheuer grosse Variations-Breiten und immense individuelle Unterschiede. Deshalb können sie nicht so behandelt werden, als ob sie ein mechanischer Apparat wären.